Die Hauptuntersuchung (HU) samt Abgasuntersuchung (AU) – umgangssprachlich „TÜV" – ist bei Pkw alle zwei Jahre fällig. Wer sein Fahrzeug vorab prüft, spart Zeit, Nerven und die Gebühr für eine Nachuntersuchung. Dieser Ratgeber zeigt die häufigsten Mängel und wie du sie vermeidest.
Die häufigsten Mängel bei der HU
- Bremsen: zu dünne Bremsbeläge, verschlissene oder stark verrostete Bremsscheiben, ungleiche Bremswirkung.
- Beleuchtung: defekte Glühlampen, falsch eingestellte Scheinwerfer.
- Fahrwerk/Lenkung: ausgeschlagene Spurstangenköpfe, Koppelstangen oder Buchsen.
- Ölundichtigkeiten und poröse Schläuche.
- Reifen: zu geringe Profiltiefe (Minimum 1,6 mm) oder zu altes Gummi.
- Abgas: erhöhte Werte, leuchtende Motorkontrollleuchte (siehe MKL).
Der Vorab-Check zu Hause
Vieles lässt sich mit einfachen Mitteln prüfen:
- Beleuchtung: alle Leuchten inkl. Blinker, Bremslicht und Kennzeichenbeleuchtung testen.
- Bremsen: auf Geräusche, längeren Bremsweg und ungleichmäßiges Ziehen achten.
- Reifen: Profiltiefe und Alter (DOT-Nummer) kontrollieren.
- Flüssigkeiten: Öl-, Kühlmittel- und Bremsflüssigkeitsstand sowie Undichtigkeiten prüfen.
- Fahrwerk: auf Poltern und Spiel achten (siehe Stoßdämpfer prüfen).
Günstig vorbereiten statt teuer nachprüfen
Kleinere Verschleißteile wie Glühlampen, Wischer oder Bremsbeläge kannst du im Vergleich günstig besorgen und rechtzeitig tauschen. So bestehst du die HU im ersten Anlauf – ohne kostenpflichtige Nachuntersuchung. Passende Teile findest du über alle Kategorien.
Häufige Fragen
Was kostet die HU/AU?
Je nach Prüforganisation und Region meist rund 120–150 € für Pkw. Eine Nachuntersuchung kostet zusätzlich.
Wie lange habe ich Zeit für die Nachprüfung?
In der Regel einen Monat. Wird sie versäumt, ist eine komplette neue HU nötig.
